Touristen werden bei der Einreise in die USA künftig eine Gebühr bezahlen müssen. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete vor kurzem dazu den “Travel Promotion Act”. Das Weiße Haus publizierte ein Video dieser Unterzeichnung auf Youtube. Eine unscheinbare Zeremonie, die auf den ersten Blick für viele Youtube-SeherInnen sehr langweilig wirken mag, doch ein kleines, visuelles Detail der US-Politik wird dabei gut sichtbar.
Mehr als nur ein Ritual des Signierens
Obama nimmt einen Stift in die Hand, spricht mit dem dafür verantwortlichen Team, unterzeichnet, nimmt einen anderen Stift, unterzeichnet, greift wiederum zu einem anderen Stift, usw. Das Gesetz ist unterschrieben, Obama steht auf, verabschiedet sich und die vier Stifte bleiben in einer hübschen Box liegen.
Der US-Präsident bestätigte mit seiner Unterschrift nicht nur den Inhalt des ihm vorliegenden Dokuments, sondern hinterließ mit den vier Stiften auch mehrere “Andenken”, die an Personen verteilt werden, die sich besonders für dieses Gesetz eingesetzt haben oder mit diesem in Verbindung stehen. Die Stifte werden somit zu kleinen Orden – eine Tradition, die in den USA angeblich schon lange besteht. Obama dazu in diesem Video, als er darauf angesprochen wird:
“I could just sign it with one and then give everybody a pen, but then they’d know that it wasn’t authentic…”
Made in USA, nicht ganz
Am Beispiel der Stifte ist gut zu sehen, dass sich kleine Details auch zu kleinen “Skandälchen” ausbreiten können. Beim Unterzeichnen seiner Antrittsdokumente verwendete Obama im Jahr 2009 einen Stift aus dem US-amerikanischen Rhode Island, auf dem seine Initialen eingraviert wurden – doch die meisten Teile des Schreibgerätes waren “Made in China”, wie so manche Recherche ergab.
"Bilder erschließen sich nicht von selber, man muss sie befragen, um sie zum Sprechen zu bringen." | Michael Sauer, Quelle: Bilder im Geschichtsunterricht (2000) | mehr...