visuellepolitik

3. Februar 2010
Mit Diagrammen tricksen

Politische Themen und Abläufe sind oft nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Versuche, diese mit Bildern bzw. Infografiken zu erklären, scheitern oft schon vor der visuellen Umsetzung. Alex Lundry, der Vizepräsident der Firma TargetPoint, eine US-amerikanische Consulting-Agentur mit großteils Klienten aus dem republikanischen Politiklager, sprach bei einem Vortrag im Rahmen der Ignite in Washington D.C. über den Einsatz von Infografiken in der Politik.

Video auch auf blip.tv

Prominente Beispiele

Die Macht der politischen Datenvisualisierung wird Lundry zufolge immer größer, denn an Bilder könne man sich besser erinnern als an Texte: ”It’s a discipline that is just beginning to bloom as a messaging vehicle.” Dabei führt Lundry den Begriff “Chartwars” ein, bei dem es um den Kampf der Visualisierung von politischen Daten unterschiedlicher Lager geht. Eine Infografik kann komplex oder einfach aussehen – je nach politischer Motivation, die dahinter steht.

Lundry verweist auf einige Beispiele wie Al Gores Liniendiagramm des Films “Eine unbequeme Wahrheit”, in dem sich Gore mit einer Hebebühne auf den höchsten Wert der Grafik manövrieren lässt – eine Wirkung, die verdeutlichen soll, wie hoch der Wert im Vergleich zu den vorherigen tatsächlich ist. Oder aber auch der US-Präsidentschaftskandidat Ross Perot aus dem Jahr 1992, der mit seinen Diagramm-Schaubildern komplexe und auch sehr einfache Themen visuell zu erklären versuchte. Als weiteres Beispiel führte er den schwedischen Professor Hans Rosling an, der mit seinen Visualisierungen bei den TEDTalks für Furore sorgte:


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