visuellepolitik

3. Februar 2010
Frauen in der Bundesregierung

Bild: visuellepolitik.at

Bild: visuellepolitik.at

Die österreichischen Bundesregierungen der Zweiten Republik haben sich in den letzten 60 Jahren durch Wahlen der BürgerInnen und interne Zusammensetzungen stets verändert. Das traditionelle Gruppenfoto zu Beginn einer neuen Regierung ist dabei jedoch stehts gleich geblieben. Doch dann kamen die Frauen.

Die neuen MinisterInnen sowie SekretärInnen sind in zwei Reihen angeordnet, wobei eine Reihe im Hintergrund steht und die andere im Vordergrund sitzt. Es ist üblich, dass der österreichische Bundeskanzler in der Mitte des Bildes sitzt (hier dunkelblau).

Die ersten Frauen

Nachdem die ÖVP 1966 mit Grete Rehor die erste weibliche Ministerin einführte, sahen sich die Fotografen vor einer neuen Herausforderung, schließlich gab es bis dahin keine Frau, die einen Ministerposten besetzt hatte. Man begann also, nachdem bei den folgenden Wahlen etwas mehr Frauen zur Bundesregierung hinzukamen, die Frauen neben dem Bundeskanzler sitzend zu positionieren. Die Neuerung, dass “auch” Frauen mitregieren “dürfen”, sollte in die Mitte gerückt werden.

Kurz stehen, dann sitzen

Bild: Martin Hieslmair

In den 1970er Jahren saßen schon mindestens drei Frauen vorne, wobei die SPÖ-Regierung Bruno Kreiskys erstmals auch eine Frau stehend ins Bild nahm. Erst Ende der 1980er Jahre, mit der Regierungsbeteiligung der ÖVP, war es im Gruppenfoto wieder tabu, die Frauen stehen zu lassen. Die Frauenzahl hatte in der Gusenbauer-Regierung 2007 mit acht Frauen, die neben Bundeskanzler und Vizekanzler im Vordergrund saßen, ihren Höhepunkt erreicht.

Bild: Martin Hieslmair

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